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Offener Unterricht
Wochenplan
Die Lehrerin erstellt einen abwechslungsreichen Plan mit vielerlei Aufgaben
für die Kinder, dessen Kernstück die grundlegenden Lerninhalte
der Woche sind. Dieser Plan ist im Laufe einer Woche zu erledigen und
so gestaltet, dass er Lernschwächeren leichtere Aufgaben und mehr
Zeit gibt, aber Lernstarken auch die Möglichkeit bietet, ihre Leistungsfähigkeit
auszuschöpfen.
Freiarbeit
Während beim Wochenplan die Entscheidung über Lerninhalte weitgehend
von der Lehrerin getroffen wird, bestimmen die Kinder beim "Freien
Arbeiten" selbst den Lernvorgang in all seinen Dimensionen.
Stationenlernen
Beim Lernen an Stationen werden den Schülern zu einem bestimmten
Thema eines Unterrichtsfaches unterschiedlich aufbereitete Lernmaterialien
an mehreren Stationen angeboten. Diese Stationen können sie in beliebiger
Reihenfolge, meist auch in frei gewählter Sozialform bearbeiten und
auf einem "Laufzettel" aufschreiben, welche Arbeiten sie bereits
erledigt haben.
Werkstattarbeit
Ähnlich wie beim Stationenlernen werden den Schülern zu einem
bestimmten Thema verschieden aufbereitete Unterrichtsmaterialien zur Verfügung
gestellt.
Dieses Lernangebot ist im Unterschied zum Stationenlernen fächerübergreifend
und fächerverbindend aufbereitet und wird über einen längeren
Zeitraum hinweg bearbeitet.
Projektorientiertes Lernen
Projektorientiertes Lernen ist fächerübergreifendes Lernen zu
einem bestimmten Thema über einen längeren Zeitraum. Der Unterrichtsablauf
wird mit den Kindern gemeinsam geplant. So hilft die Lehrerin zwar bei
der Materialbeschaffung und ist auf Bitten der Kinder im Arbeitsprozess
behilflich, aber die Kinder erforschen das Thema selbst und beziehen außerschulisches
Lernen mit ein.
Diese Unterrichtsformen wählt die Lehrerin je nach Möglichkeiten
der Klasse, den vorgegebenen Themen und der jeweiligen Situation aus.
Sie sind für uns nicht alle gleichzeitig zwingend verpflichtend.
Eigenaktive Aufgabenstellungen
Durch die Qualitätsanalyse des Landes NRW wurde uns zurückgemeldet, dass
wir in unserem Unterricht den Anteil an eigenaktiven Aufgabenstellungen
erhöhen sollten. Da es keine genaue Beschreibung für solche Aufgaben gibt,
haben wir im Kollegium einen Kriterienkatalog entwickelt, nach dem wir
Aufgaben als eigenaktiv erkennen oder in eigenaktive umwandeln können.
Eigenaktive Aufgaben ermöglichen den Kindern eine eigen-aktive
Auseinandersetzung mit einem Lerninhalt. Lösungen sind offen und noch
nicht durch die Aufgabenstellung vorgegeben. Es sind Entdeckungen möglich
und sie laden zum Reflektieren ein. Sie ermöglichen den Kindern ein
selbstständiges Erarbeiten eines Unterrichtsinhaltes auf seinem
individuellen Kenntnisstand (Differenzierung). Hilfestellung wird durch
die Lehrperson gegeben.
Das Kollegium der Karlschule hat sich dazu verpflichtet, eigenaktive
Aufgaben fest in den Unterricht einzubinden. So werden jede Woche drei
eigenaktive Aufgabenstellungen durchgeführt, jeweils in den Fächern
Deutsch, Mathematik und Sachunterricht.
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